Myofunktionelle Störungen

Eine myofunktionelle Störung ist eine Störung der Muskulatur im Mund-, Gesichts- und Halsbereich. Man spricht auch von einer funktionellen orofazialen Störung oder einer orofazialen Dysfunktion. Durch eine isolierte Fehlfunktion der Wangen-, Lippen- und Zungenmuskulatur sind die Bewegungs- und Koordinationsabläufe sowie das muskuläre Gleichgewicht aller am Schlucken beteiligten Strukturen betroffen. Es können sich folgende Symptome zeigen:

  • inkompletter Mundschluss
  • Mundatmung
  • vermehrter Speichelfluss
  • sensorische und motorische Defizite der Zunge
  • unphysiologische Zungenruhelage
  • Vorverlagerung der Zunge beim Sprechen und Schlucken

Wird eine myofunktionelle Störung nicht behandelt, kann dies zu einer gestörten Kau-, Beiß- und Schluckentwicklung, einer undeutlichen oder abweichenden Aussprache der Zischlaute (Lispeln/Schetismus/Sigmatismus) sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen führen.

Die logopädische Therapie beinhaltet in der Regel folgende Elemente:

  • Stimulation der oralen Wahrnehmung und Sensibilität
  • Abbau von Verhaltensmustern, die sich ungünstig auf das Muskelfunktionsgleichgewicht auswirken
  • Angewöhnen der korrekte Lippen- und Zungenruhelage mit Mundschluss und Nasenatmung
  • gezieltes Muskelfunktionstraining in Form von mundmotorischen Übungen
  • Anbahnung eines physiologischen Schluckmusters

Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich gerne an Ihren Therapeuten!


Aktuelle Informationen:

Aktuell ist kein negativer Corona-Schnelltest notwendig, wenn Sie einen Termin wahrnehmen wollen.
Trotzdem gilt natürlich: Bei akuten Atemwegserkrankungen und Kontakt mit einem bestätigten Corona-Fall, kommen Sie bitte NICHT  in die Praxis!

(Stand: 26.04.2021)